Donnerstag, 8. Januar 2009

Schluderei im Dezember

Im Dezember bin ich etwas vom Gas gegangen. Schuld waren meine Faulheit und das Wetter. Letzteres lässt auch momentan kaum einen Lauf zu, so dass der Januar wohl noch desaströser wird. Hmmmm....

Sonntag, 30. November 2008

Sport im November

Die zahlreichen Stunden im Kraftraum mal nicht mitgerechnet...

Freitag, 21. November 2008

Der frühe Vogel

"Start in January", hat Lance Armstrong einmal gesagt. Die Frage war, was er denn vielleicht im Training anders mache als Jan Ullrich. Es gibt auch Unterschiede zwischen mir und Armstrong. Ich beginne nämlich schon im November. Gut, das mag jetzt mit meiner überhaupt nicht vorhandenen Fitness zu tun haben. Es könnte aber auch sein, dass ich einfach härter bin als dieser alte Texaner.

Wie dem auch sei, im nächsten Jahr stehen einige feine Veranstaltungen auf dem Programm und da muss ich fit sein. Saisonbeginn ist das Amstel Gold Race Mitte April, dann folgt vielleicht mal wieder ein Halbmarathon, das Fockeberg-Zeitfahren und letztlich steht die Ventoux-Jubiläumstour mit Markus und Jesko an. Die Erstbesteigung 2004 endete in einem leichten Schiebe-Debakel.

Was Armstrong und ich noch gemeinsam haben? Wir stellen unsere Trainingsdaten online. Natürlich wird es bei mir keine Blutwerte zu sehen geben, denn ich habe schließlich etwas zu verbergen. Dafür gibt es Grafiken und Zahlen die meine Fortschritte verdeutlichen sollen. Alles wird von meinem neuen Fitness-Computer, dem Garmin Edge 305 geliefert.

Ich habe schon einige Einheiten hinter mir und werde diese in den nächsten Tagen nach und nach online stellen. Nicht zu vergessen ist bei der ganzen Geschichte natürlich der psychologische Effekt auf die Konkurrenz...

Dienstag, 21. Oktober 2008

Preisverderber

Wieder eine Reise, wieder kann ich die Schilder nicht lesen. Nach dem Abenteuer Olympia ging es Anfang Oktober nach St. Petersburg zur Tischtennis-EM. Nach der Wende gehörte ich zum ersten Jahrgang, der nicht mehr Russisch als erste Fremdsprache wählen musste. Das war nun sicherlich ein Nachteil.

St. Petersburg ist in vielerlei Hinsicht atemberaubend. Die bekannten Bauwerke Erimitage, St. Isaac Kathedrale, Peter und Paul Festung usw. sind wirklich einmalig und allein schon den Besuch der Zarenstadt wert. Ins Innere der Prachtbauten habe ich es aus Zeitmangel leider nicht geschafft. Der Russe, das Gefühl hatte ich, bescheißt einen wo er kann. Und ich nehme es ihm auch nicht so wirklich übel. Denn die meisten Leute sehen dort nicht wirklich wohlhabend aus, viele Wohnungen würden in Deutschland als abrissreif gelten.

Natürlich gibt es auch die Kehrseite. Unheimliche viele Neureiche mit unheimlich großen Autos prägen das Straßenbild. Solch eine Dichte von Porsches, Mercedes' etc. habe ich noch nicht erlebt. Auch Autos, die ich noch nie gesehen hatte, fuhren durch dort durch die Gegend. Diese Herrschaften und reiche Touristen haben in Petersburg leider auch die Preise verdorben. Billig essen gehen, wie man es vom Ostblock vielleicht erwartet, kann man vergessen. Eine Pizza gab's beim Italiener kaum unter zehn Euro. Dafür ist das Bier günstig.

Trotz des Preisniveaus und horrenden Forderungen von Taxifahrern ist St. Petersburg auf jeden Fall eine Empfehlung von mir. Muss man gesehen haben. Wirklich.

Mittwoch, 20. August 2008

Freakshow

Das Ärgste ist geschafft. Über 60 Entscheidungen am zweiten Wochenende lassen einen doch ganz schön müde zurück. Jetzt sind viele Sportarten vorbei oder viele deutsche Mannschaften ausgeschieden und es wird ruhiger. Olympia flaut so langsam ab.

Trotz der Hektik war das Wochenende für mich grandios, denn der Moment als die Tischtennismänner die Japaner im Halbfinale nach 3:30 Stunden besiegt und Silber gewonnen hatten war einfach unbeschreiblich emotional. Da flossen sogar bei Timo Boll die Tränen, was ich für unmöglich gehalten habe. Auch diesen Moment nach dem Matchball zu erleben war unglaublich. Ich finde, dass ich bei der Berufswahl nicht so viel falsch gemacht habe...

Unglaublich war auch der 100-m-Lauf von Usain Bolt, den ich im Stadion auf Höhe der Ziellinie gesehen habe. Da bremst dieser Typ doch wirklich nach 80 Metern ab, schlägt sich auf die Brust und trudelt zum Weltrekord aus. Zudem hatte er noch einen Schuh offen. Der Lauf war einfach überirdisch und hat doch sehr an Ben Johnsons Finale von Seoul erinnert. Eine ziemliche Freakshow.

Die Stimmung hier ist nach wie vor sehr gut, die Zeitungen drucken fleißig, was wir schreiben. Und ich habe nun schon einige von den Freiwilligen getroffen, die nicht wie Roboter wirken, sondern auch mal einen Witz machen und ganz normal aus ihrem Leben erzählen.

Bei den Wettkämpfen an sich herrscht jedoch viel organisierte Freude vor. Das Publikum wird zu bestimmten Schlahctrufen aufgefordert, vieles wirkt ferngesteuert. Faszinierend fand ich den Vorlauf über 110 m Hürden am Montag. 91.000 Menschen waren am Mittag in das Vogelnest gekommen und hatten auf dem Schwarzmarkt horrende Preise für eine Karte gezahlt, um ihren Helden Liu Xiang zu sehen. Der gab jedoch nach drei Meter verletzt auf. Das Stadion war innerhalb von wenigen Minuten fast leer. So ist er halt, der Chinese.