Dennoch sorgte "Mister 64 Prozent" weiter für Verzögerungen. Dieses Mal war es ein Plattfuß am Hinterrad. Markus hatte die Rechnung allerdings ohne meine Fertigkeiten als Fahrradmechaniker gemacht, so dass wir nach kurzer Verzögerung wieder auf den Drahteseln saßen.
Bereits auf den ersten Kilometern des 14,5 km langen Anstiegs setzte ich ein Zeichen und attackierte in dem mit 14 Prozent steilsten Abschnitt. Zur Halbzeit überwand ich dann eine kleine Schwächephase (ich war so platt, dass ich fast vom Rad gefallen wäre) und setzte schließlich zur entscheidenden Attacke an. Als ich in die Nebelschwaden des fast 900 m hohen Taunus-Ungetüms eintauchte, war von der Konkurrenz nichts mehr zu sehen. Mit über drei Minuten Rückstand erreichte Markus schließlich das Ziel, nachdem er sich wenige Kilometer zuvor sein Frühstück noch einmal durch den Kopf hatte gehen lassen.
Letztlich haben wir aus dem Bergzeitfahren aber beide Motivation gezogen. Markus insofern, dass er gleich am nächsten Tag seine Rolle aufbaute und den Winter durchstrampelt. Und ich selbst denke an einen Rücktritt als ungeschlagener Feldberg-Champion...
